Preisträgerfilme: Bundespreis Verbraucherschutz

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Bundespreis Verbraucherschutz 2015 für Rena Tangens

Konzeptmedia4 produziert Preisträger-Filme zum Bundespreis Verbraucherschutz 2015. In der der Kategorie „Persönlichkeit des Verbraucherschutzes“ geht der Preis an die Datenschutzaktivistin Rena Tangens geht.

Rena Tangens wird ausgezeichnet für ihr jahrzehntelanges Engagement für die Wahrung der digitalen Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger.

LINK: Bundesverbraucherstiftung 

Rena Tangens ist Künstlerin, Netzpionierin, Gründerin und Vorstand des Digitalcourage e.V. (vormals FoeBuD e.V.), der sich seit 1987 für mehr Selbstbestimmung und Datensicherheit im digitalen Zeitalter einsetzt. Mit ihm hat sie 2003 verhindert, dass der Metro-Konzern mit RFID-Chips in Payback-Karten seine Kundschaft schon beim Betreten eines Ladens identifiziert und ausspäht. Selbst für den gläsernen Verbraucher wäre das einen Schritt zu viel gewesen.

Drei Jahre zuvor hatte Tangens die BigBrotherAwards ins Leben gerufen. Der Negativ-Preis zeichnet regelmäßig Unternehmen, Organisationen oder Personen aus, die in besonderem Maße die Privatsphäre von Menschen beeinträchtigen. Hierfür prägte Tangens 2001 den Begriff „Datenkrake”, der zum Schlagwort in der politischen Diskussion um mehr Datenschutz avancierte.
LINK:  Rena Tangens / Digitalcourage



Bundespreis Verbraucherschutz für die Schülergenossenschaft McSnack

Der Bundespreis Verbraucherschutz 2015 in der Kategorie Projekt geht an die Schülergenossenschaft McSnack. In Eigeninitiative betreibt sie ein Schülerbistro, das gesunde Pausensnacks anbietet. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen alle Bereiche vom Einkauf über Marketing bis zur Buchhaltung – damit trägt das Projekt zur Stärkung der Verbraucherbildung bei.

LINK: Bundesverbraucherstiftung 

„Nicht meckern, sondern machen“: Schüler der Bertolt-Brecht-Gesamtschule in Löhne gründeten 2012 ihre eigene Genossenschaft und mit ihr das Schülerbistro McSnack – von Schülern für Schüler. McSnack hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit dem Verkauf regionaler, ökologischer und gesunder Produkte das Gesundheits- und Ernährungsbewusstsein der Mitschüler zu stärken.

Das Bistro zu schülerfreundlichen Preisen ist nicht nur Treffpunkt für Schüler, Eltern und Lehrer, es steigert auch die Verbraucherbildung – und lief dem Süßigkeiten-Kiosk den Rang ab. „Manche von uns kannten nur den Eisbergsalat aus dem Supermarkt. Das wollten wir ändern”, sagt Mitgründerin Anna Nazanzambi, die derzeit die zwölfte Klasse besucht.

Alle Schülerinnen und Schüler im Projekt arbeiten in selbstorganisierten Einheiten. Vom Marketing bis zur Buchhaltung und der Logistik sind sämtliche Unternehmensbereiche vertreten. Neben unternehmerischem Denken und Handeln fördert McSnack auch das soziale Miteinander und bereitet die Schüler damit auf das Berufsleben vor. „Durch das Projekt weiß ich, dass ich mit anderen zusammen arbeiten und etwas bewegen kann”, zieht Schüler Daniel Wilkinson Fazit.